Zu einer Sonderführung mit der Museumsleiterin Frau Maritta Prätzel traf sich der Männerkreis Röderau im Stadtmuseum Riesa.

Die Führung durch die Sonderausstellung "Geschichten über den Tod hinaus – Die Grüfte in der Klosterkirche Riesa" beeindruckte durch die Vielzahl an Ausstellungsstücken und historische, kulturgeschichtliche Details zu den Fundstücken aus den Grüften der Riesaer Klosterkirche. Frau Prätzel erläuterte spannend sowohl die wissenschaftliche Untersuchungen als auch die Einordnung der geschichtlichen Hintergründe zur Stadtgeschichte von Riesa. Beeindruckend und einmalig im europäischen Maßstab sind die gut erhaltenen Textilien, filigranen Totenkronen und Grabbeigaben. Nach dieser eindrucksvollen Führung gab es anregende Gespräche mit Frau Prätzel nicht nur über Aussstellung. Der Umgang mit dem Tod: "Memento Mori - Sei dir der Sterblichkeit bewußt", führte uns gedanklich bis zur Bestattungskultur in unserer Zeit.

Die Ausstellung im Stadtmuseume und die Führungen in der Klosterkirche sollte man sich nicht entgehen lassen!

Die Sonderausstellung ist noch bis 22. Januar im Stadtmuseum RIesa, Poppitzer Platz, zu erleben.

Parallel dazu und in guter Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde Riesa sind die Grüfte ebenfalls zu besichtigen.
Die Führungen und die Fotoausstellung «Memento mori“ in der Klosterkirche Riesa enden am 14. November 2022

Auszug aus dem Begleittext

"In der Ausstellung werden die kulturgeschichtlichen Hintergründe für eine Gruftbestattung im Kontext der Riesaer Beispiele erläutert. Beginnend mit den mittelalterlichen Friedhofsbestattungen auf dem heutigen Rathausplatz wird die historische Entwicklung über die Klosterzeit bis zu den Rittergutsbesitzern nachvollzogen. Diese waren es, die in den Grüften der Klosterkirche ihre letzte Ruhe fanden. Im Detail wird auf die Adelsfamilien von Felgenhauer, Hanisch/von Odeleben und von Welck eingegangen sowie das Schicksal einiger für das Thema relevanter Personen näher beleuchtet. Die interdisziplinären Untersuchungen bilden die Überleitung zur neuzeitlichen Sepulkralkultur, welche durch Funde aus den Grüften thematisiert wird. Prunkvolle Särge, kostbare Kleidung und besondere Beigaben bezeugten nicht nur den zu Lebzeiten erworbenen Stand der Verstorbenen, sondern besaßen auch religiöse und symbolische Bedeutung. Dies wird unter anderem an ledig Verstorbenen beigegebenen Totenkronen und Objekten, die bei der Totenwaschung eingesetzt wurden, illustriert."

https://haus-am-poppitzer-platz-riesa.de/stadtmuseum-riesa/sonderausstellungen

Der Männerkreis war anschließend in den Garten des Riesaer Pfarrhauses am Lutherplatz eingeladen. Mit Vikar Dr. Jan Quenstedt gab es Gelegenheit zu Gesprächen und einem "herbstlichen" Grillabend.

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