Haende

Es war nicht nur freiwillig, dass sich die fünf Kirchgemeinden des Kirchspiels Zeithain gerade jetzt zur Vereinigten Ev.-Luth. Kirchgemeinde Zeithain zusammenschließen. Die Strukturreform übte da schon einen gewissen Druck aus.

Bevor aber darüber geklagt wird, haben sich die Verantwortlichen des ehemaligen Kirchspiels den zukünftigen Aufgaben gestellt und den neuen gemeinsamen Weg abgesteckt.

Seit elf Jahren arbeiten die Kirchgemeinden Zeithain, Glaubitz, Lorenzkirch, Röderau und Streumen als Kirchspiel  zwischen Riesa und Großenhain zusammen. Der Druck war damals nicht geringer als heute und das machte die Zusammenarbeit manchmal schwierig. 16 Kirchen, 15 Friedhöfe und eine Fläche, so groß wie ein halber Kirchenbezirk, bedeutete völlig neues Handeln und andere Orientierung. Nach den Jahren ist sehr viel Gemeinsames gewachsen. Man kennt sich nicht nur, es wird vieles gemeinsam gemacht, was eine einzelne Ortsgemeinde nicht könnte. Mit dieser Erfahrung war jetzt auch die Entscheidung zur Vereinigung als Kirchgemeinde wesentlich leichter.

In einem festlichen Gottesdienst am 5. Januar haben die Gemeinden diesen Schritt gemeinsam und fröhlich gefeiert. In der Zeithainer Kirche sprachen die Pfarrer Heiner Sandig und Martin Scheiter davon, was Kirchgemeinde in unseren Dörfern ist und uns fröhlich, gelassen und dankbar macht: Dort wo Menschen noch mit Gott rechnen, ihn mit Gottesdienst, Musik und Gebet loben, dort wird Gemeinde sein. Heiner Sandig erinnerte auch daran, dass 17 Christvespern allein an Heilig Abend in den Kirchen unserer Kirchgemeinde stattfanden. Immer noch lassen sich Menschen einladen zum Mitmachen und zum Erleben von Gemeinschaft. In den Kreisen und Chören, Posaunenchören, bei Arbeitseinsätzen und bei Festen trifft man sich und unterstützt sich, auch aus verschiedenen Orten. Dabei sind aber auch viele, die nicht die Kirchenmitgliedschaft haben und sich doch eng „ihrer Kirche“ verbunden fühlen.

Der endgültige Name der Vereinigten Ev.- Luth. Kirchgemeinde Zeithain steht zwar wegen fehlender Bestätigung durch das Regionalkirchenamt noch aus. Dennoch ist es ein hoffnungsvoller Schritt und die Gemeinden sind bereit, Kommendes zu gestalten und das „Zusammenwachsen“ als „zusammen wachsen“ zu verstehen.

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